"Apéro Riche", Der Landesstreik oder wa no übrig isch devo


Anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums zum Landesstreik von 1918 versammeln sich die Bewohner einer Appenzeller Gemeinde zum Apéro Riche. Das örtliche Komitee für Kultur und Politik hat in die Lagerhalle des Mineralwasserproduzenten Goba eingeladen.

Hier treffen die Gäste mit ihren unterschiedlichen Sehnsüchten und persönlichen Geschichten aufeinander. Es wird politisiert, banalisiert, sich angenähert und distanziert. Es werden Gräben vertieft und Untiefen zugeschüttet, auch mit Prosecco. Und Gerüchte werden gestreut: Das Apérogeplänkel wird plötzlich fundamental. Und es regt sich Widerstand. Am Höhepunkt der Veranstaltung, kommt es schliesslich zum Eklat …

Mit «Apéro Riche» macht sich der Theatervarain mit 21 Laiendarstellern aus Appenzell Inner- und Ausserrhoden auf die Suche nach den Tiefen und Untiefen in der Gesellschaft und nach unseren Formen des Widerstands. Als Bühne dient die Halle der Goba AG in Bühler. Zwischen Videoprojektionen, mit Gesang und mitten drin im Apéro-Geschehen bewegen sich die Darsteller in einer theatralen Collage, die zwischen Realität und Fiktion schwankt. Sie untersuchen persönliche und politische Widerstände genauso wie die Gründe, warum sie allzu oft ausbleiben. Wie zufrieden sind wir wirklich in unserer Wohlfühlblase? Hinterlässt sie nicht ein Vakuum, das wir mit kollektiven Erlebnissen zu füllen versuchen?

An einem Apéro zum Beispiel?